Sicherheitsaspekte der Kernenergie

Kernenergie Sicherheit und Schutz

Der Bau und der Betrieb von Atomkraftwerken werden heute kritisch betrachtet. Die Nutzung der Atomenergie birgt Gefahren in sich. Mit speziellen Sicherheitskonzepten will man diese Gefahren minimieren. Daher soll die Atomenergie auch als ernsthafte Alternative zur umweltfreundlichen Stromerzeugung betrachtet werden und zu einem Teil der Energiewende werden. 

Gefahren der Atomenergie

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Die Nutzung der Kernenergie ist natürlich mit einer Reihe von Gefahren verbunden. Das betrifft nicht nur den Betrieb der Anlagen, sondern auch die Entsorgung radioaktiver Abfälle. Darüber hinaus sind Kernkraftwerke auch externen Gefahren ausgesetzt, wie beispielsweise mögliche Terroranschläge, Erdbeben oder andere Katastrophen. Seit Beginn der Nutzung der Atomenergie ist man sich dieser Gefahren allerdings bewusst. Aus diesem Grund gelten für den Betrieb kerntechnischer Anlagen besondere Sicherheitsvorschriften. Beim laufenden Betrieb von Kernkraftwerken entweicht immer ein gewisser Anteil an ionisierender Strahlung.

Diese resultiert aus dem Austritt radioaktiver Edelgase wie zum Beispiel Krypton-85 oder dem superschweren Wasserstoff Tritium. Aus diesem Grund werden in modernen Atomkraftwerken regelmäßige Messungen durchgeführt. Zeigen diese Messungen erhöhte Werte an, wird der Reaktor heruntergefahren oder es werden entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Um Katastrophenszenarien wie in Tschernobyl oder Fukushima zu vermeiden, gibt es mittlerweile Versuchsreaktoren, in denen derartige Gefahrenmomente genau analysiert werden. Damit können solche Störfälle in Zukunft verhindert werden. 

Gefahr durch Atommüll

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Ein mit dem Betrieb von Atomkraftwerken verbundenes Problem stellt der anfallende radioaktive Müll dar. Dieser kann nicht einfach entsorgt werden, sondern muss in speziellen Lagerstätten endgelagert werden. Bevor der Atommüll abgelagert wird, durchläuft er eine Wiederaufbereitungsanlage. Dort gewinnt man kleinere Mengen an spaltfähigem Material wie Uran und Plutonium zurück und führt diese der Wiederverwertung zu. Die benutzten Brennstäbe werden in eigens dafür vorgesehenen Behältern, den sogenannten Castoren, transportiert. Der restliche Atommüll wird schließlich in Zwischenlagern untergebracht und verbleibt dort für einen bestimmten Zeitraum. Sichere Endlagerstätten für diesen Atommüll gibt es bislang jedoch noch nicht. Am sichersten ist die Lagerung dieser radioaktiven Abfälle in tiefengeologischen Gesteinsverbänden. 

Sicherheitstechnik für Kernkraftwerke

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Die Sicherheitstechnologie von Kernkraftwerken hat sich in den letzten Jahren ständig weiterentwickelt. Störfälle wie jene in Fukushima oder Tschernobyl haben die Gefahren durch Atomkraft verdeutlicht. Moderne Kernkraftwerke werden so konstruiert, dass bei einem Störfall Radioaktivität nur begrenzt austreten kann und sich der Gefahrenbereich auf die Anlage selbst beschränkt. Dazu gibt es in den meisten Staaten strenge gesetzliche Auflagen, die für die Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen sorgen. Auch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) stellt grundlegende Anforderungen an die Sicherheitsstandards von Atomkraftwerken.  Um Störfällen in Kernkraftwerken vorzubeugen, liegt das Hauptaugenmerk der Sicherheitstechnologie auf dem Bereich der Prozesssteuerung. Moderne Atomkraftwerke arbeiten heute mit sogenannten Leichtwasserreaktoren. Für diesen Reaktortyp gibt es zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen, die in den Betriebsprozessen berücksichtigt werden. 


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